Landessuchtkonferenz Brandenburg (LSK) - Gemeinsam gegen Sucht

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg Abteilung Gesundheit

Heinrich-Mann-Allee 103
14473 Potsdam

Telefon: 0331 / 866-7612
Telefax: 0331 - 581 380-25

URI: http://www.lsk-brandenburg.de/

 

Ausgewählte Projekte aus dem Land Brandenburg

Die folgenden Projektangebote werden vom Arbeitskreis Suchtprävention begleitet:

Be Smart - Don't Start

Be Smart Don’t Start ist ein Wettbewerb der Europäischen Union gegen das Rauchen, der gleichzeitig in verschiedenen Ländern der EU durchgeführt wird und Schüler zwischen 11 und 14 Jahren motivieren soll, mit dem Rauchen gar nicht erst anzufangen. Der Wettbewerb läuft je ein halbes Jahr und findet im Schuljahr 2016/2017 zum 20. Mal in Deutschland statt.

Ein Ziel des Wettbewerbes ist es, das Thema „Nichtrauchen“ attraktiver zu gestalten. Außerdem wird erhofft, Schüler vom Experimentieren mit Zigaretten abzuhalten, sodass Gelegenheitsraucher und Nichtraucher nicht zu Rauchern werden.

Der Wettbewerb im Schuljahr 2016/ 17 beginnt am 14.11.2016 und endet am 28.04.2017.

acht bis zwölf

Ursprünglich unter dem Namen PEaS wurde das Programm von der Fachstelle für Suchtprävention Berlin in Zusammenarbeit mit der AOK Nordost – Die Gesundheitskasse entwickelt. Seit 2014 werden auch in Brandenburg Elterntrainer/-innen ausgebildet, um acht bis zwölf an den Grundschulen in Brandenburg umgesetzt.
Das Programm richtet sich an Mütter und Väter von Kindern im Grundschulalter. Ausgebildete Elterntrainer/-innen bieten in Grundschulen Elternkurse zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention an. Ziel ist die Erhöhung der Sicherheit im Erziehungsalltag. Das Programm wird landesweit angeboten.

Europäischen Netzwerk Rauchfreier Gesundheitseinrichtungen (ENSH)

Krankenhäuser sind Zentren der Gesundheit und haben eine Vorbildfunktion.
Das Ziel des Projektes besteht darin, möglichst viele Krankenhäuser Brandenburgs in das Netzwerk zu integrieren und sie auf dem Weg zu begleiten und zu unterstützen.
Die Teilnahme am Europäischen Netzwerk Rauchfreier Gesundheitseinrichtungen umfasst vier Stufen:

  • Mitgliedschaft
  • Bronze-, Silber- und Gold-Zertifikat

Papilio

Ein Programm für Kindergärten zur Primärprävention

Papilio ist ein pädagogisch-psychologisches Programm zur Primärprävention von Verhaltensproblemen und zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenz in Kindergärten. Gefördert wird die psychosoziale Gesundheit der Kinder, damit diese später den Risiken, die zu Sucht- und Gewaltverhalten führen können, selbstbewusst begegnen können.

Papilio, der lateinische Name für Schmetterling, versinnbildlicht das, was das Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm erreichen möchte.

"Kinder sollen fröhlich und unbeschwert den Tag entdecken und neugierig all die Kompetenzen entwickeln, die ihnen ermöglichen, sich zu einer selbstbewussten Persönlichkeit zu entfalten.", erklärt der Entwicklungspsychologe Prof. Dr. Herbert Scheithauer von der Freien Universität Berlin (FU). Er ist an der Entwicklung und Etablierung des Programms beteiligt, das bei Kindern, Eltern und Erzieherinnen und Erziehern gleichzeitig ansetzt.

Das Projekt wurde vom beta Institut in Augsburg in Kooperation mit der Freien Universität Berlin sowie den Universitäten Bremen und Augsburg entwickelt.

Durch eine standardisierte Trainerausbildung ist es möglich geworden, bundesweit interessierte Erzieherinnen und Erzieher im Papilio-Programm auszubilden.

Mein Kind und Alkohol - Orientierung für Eltern

Bis ein Jugendlicher wegen Alkoholintoxikation ins Krankenhaus eingeliefert wird, haben viele Erwachsene weggeschaut oder sind ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden. Eltern haben in der Entwicklungsphase, in der für ihre Kinder die Auseinandersetzung mit dem Thema Alkohol ansteht, einerseits große Unsicherheiten, anderseits aber auch eine große Verantwortung. Das Projekt gibt Eltern mit Kindern in der achten Klasse Hilfestellung.

Inhaltsbeschreibung:

  • Ein Elternabend in den 8. Klassen zur Orientierung im Umgang mit Alkoholkonsum Jugendlicher
  • Eltern erhalten einen Flyer mit Handlungsempfehlungen zum Thema Alkohol bei 14-15-Jährigen
  • ergänzende Unterrichtseinheit (90 Minuten) zum ThemaJugendliche und Alkohol.

Das Projekt wird in den Landkreisen MOL und Frankfurt (Oder) angeboten.

Jugendschutz und Alkohol

Jugendliche beginnen mit dem regelmäßigen Alkoholkonsum im Durchschnitt mit 13 Jahren. Auch geringfügiger Alkoholkonsum führt in diesem Alter oft zu bleibenden Schäden. Viele Kinder und Jugendliche erhalten in Gaststätten oder im Einzelhandel alkoholische Getränke, obwohl nach dem Jugendschutzgesetz der Verkauf/Ausschank von Alkohol an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren bzw. von Spirituosen an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verboten ist.

Das Ziel des Projektes:

  • Verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol im Freizeitkontext
  • Sensibilisierung für Risiken des Alkoholkonsums
  • Einhaltungen von Jugendschutzbestimmungen
  • Vermittlung von Kompetenzen in Bezug auf Interventionspflichten und -möglichkeiten bei Alkoholkonsum und Alkohol-Notfällen, Aufbau von Multiplikator/-innen Netzwerken

Das Projekt wird in Brandenburg a.d.H. und in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming angeboten.

HaLT - Hart am Limit

Im Land Brandenburg ist die Zahl der stationär behandelten Kinder und Jugendlichen mit Alkoholvergiftungen deutlich gestiegen. Besorgniserregend ist, dass es sich oftmals um Jugendliche handelt, die noch nicht einmal 15 Jahre alt sind.

Das Projekt HaLT–Hart am Limit vermittelt Jugendlichen, die wegen Rauschtrinkens aufgefallen sind, Beratung und Gruppenaktivitäten. Diese jugendspezifischen Angebote zielen darauf ab, den Konsum zu reflektieren und verantwortungsvolle Konsummuster zu entwickeln.

Angesprochen werden auch Eltern und Personen aus den Bereichen, in denen Jugendliche wegen ihres Alkoholkonsums aufgefallen sind: Gaststätten, Jugend- und Ausbildungseinrichtungen, Polizei. Sie werden für die Situation Jugendlicher mit Alkoholmissbrauch sensibilisiert und mit den Möglichkeiten und Angeboten des HaLT-Projekts vertraut gemacht.

Der Schwerpunkt des Projekts liegt im Landkreis Märkisch-Oderland.

Das Peer-Projekt an Fahrschulen

Junge Erwachsene sind oft an Verkehrsunfällen mit Personenschäden beteiligt. Häufig spielt auch Alkohol im Unfallgeschehen eine Rolle, z.B. nach dem Disco- oder Gaststättenbesuch.

Das Peer-Projekt an Fahrschulen klärt Fahranfängerinnen und -anfänger über die Gefahren von Alkohol im Straßenverkehr auf. Besonders geschulte junge Erwachsene (Peers) mit eigener Fahrpraxis erarbeiten in Fahrschulen mit Fahrschülerinnen und Fahrschülern das Thema Alkohol und Drogen. Sie entwickeln mit ihnen Möglichkeiten Trink-Fahr-Konflikte verantwortlich zu lösen, so dass Trunkenheitsfahrten vermieden werden.

Diese Peer-Unterrichtsstunde in den Fahrschulen ist ein Angebot, das in Kooperation mit den jeweiligen Fahrschullehrerinnen und Fahrschullehrern im Rahmen des Theorieunterrichts in Fahrschulen auf freiwilliger Basis durchgeführt wird. In der Regel wird es zusammen mit dem Fahrlehrer-Verband Land Brandenburg e.V., der Polizei und den Fahrerlaubnisbehörden organisiert.

Die Schwerpunkte des Projekts liegen in Cottbus und den Landkreisen Dahme-Spreewald und Spree-Neiße.

Lieber schlau als blau

Aufgabe des Projekts Lieber schlau als blau ist es, Jugendlichen im Alter ab 16 Jahren den Unterschied zwischen risikoarmem und schädlichem Alkoholkonsum zu verdeutlichen und durch die Förderung von Schutzfaktoren und Risikokompetenzen einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu vermitteln.

Das Projekt Lieber schlau als blau wird pädagogischen Fachkräften in Schulen und Jugendeinrichtungen vermittelt, die das Programm selbstständig durchführen wollen. Sie können in ihren Einrichtungen auch als Multiplikatoren tätig werden.

Die Schwerpunkte des Projekts liegen in den Landkreisen Uckermark, Oberhavel, Havelland und der Stadt Potsdam.

SuchtPräventionsParcours Prignitz

Der Parcours bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich spielerisch und selbstständig mit dem Thema Missbrauch von Alkohol und anderen Substanzen auseinanderzusetzen und das eigene Konsumverhalten zu reflektieren.

Angesprochen sind u.a. Schülerinnen und Schüler, Fachschülerinnen und Fahrschüler, Lehrlinge sowie Jugendliche aus Einrichtungen der Jugendhilfe und Jugendarbeit. In diesen Bereichen Tätige werden ebenso wie die Jugendlichen selbst geschult, um die Führung durch den Parcours selbst durchführen zu können.

Der Parcours ist mobil und kann ohne großen Aufwand in Einrichtungen, welche ihn nutzen wollen, aufgebaut werden. Es wird angestrebt, den Parcours in den Lehrplan von Oberstufenzentren aufzunehmen.

Die Schwerpunkte des Projekts liegen in den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin.

FreD - Frühintervention bei Jugendlichen mit Suchtmittelmissbrauch

FreD richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von 25 Jahren.

Zielstellung der FreD-Kurse ist es, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die bereits durch riskante Konsummuster aufgefallen sind, die Entwicklung eines problematischen Suchtmittelkonsums und die damit verbunden psychischen und sozialen Folge­schäden zu verhindern.

Die Jugendlichen werden im FreD-Kurs mit einem standardisierten Interventionsprogramm zur Reflexion angeregt und zu einer Einstellungs- und Verhaltensänderung motiviert. Ihre Fähigkeit eigenverantwortliche Entscheidungen vor dem Hinter­grund einer persönlichen Risikowahrnehmung zu treffen wird gestärkt.

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